DOGMA09 – FÜR ZEITGENÖSSISCHE THEATER-KUNST-PROJEKTE AN SCHULEN

DOGMA09 – FÜR ZEITGENÖSSISCHE THEATER-KUNST-PROJEKTE AN SCHULEN

Manifest

Das Manifest dogma09 steht für eine Schulpraxis, die mehr Raum für Kreativität und Körperlichkeit bietet. Es verbannt für den Projektzeitraum Bürokratie, Kleinmütigkeit, Einzelkämpfertum, Ergebnisdruck, Fächerdenken und Geringschätzung jeglicher Art.

  1. Unterrichtsimmanenz: Projekte sind Teil des Regelunterrichts – keine Nachmittagsbeschäftigung, kein Freifach oder Ähnliches.
  2. Intensität:
Projekte finden im Ausmaß von 2 Schultagen über 7 Wochen statt. In der 8. Woche wird der gesamte Regelunterricht ausschließlich für das Projekt verwendet ( 10% der Schultage eines Schuljahres = 18,5 Tage)
  3. Kompetente Zeitgenossenschaft / Systemfremdheit:
Der außerschulische Blick von KünstlerInnen ist wesentlicher Bestandteil des Projekts. Sie sollen über ein qualifiziertes Verfahren eingeladen werden und mindestens 10 Jahre Erfahrung als zeitgenössische KünstlerInnen mitbringen.
  4. Systemrelevanz:
Die Intervention zielt auf die Atmosphäre und das Klima der jeweiligen Schule als Ganzes ab. Deshalb ist die Einbeziehung des gesamten Lehrkörpers angestrebt. Dazu ist ein begleitender LehrerInnen-Workshop zu organisieren. Teilnahmezusagen von mind. 12 LehrerInnen sind Projektvoraussetzung.
  5. Prozessorientiertheit:
Keine Festlegungen vor Prozessbeginn, keine Stückvorlagen, keine Musikvorgaben, kein Leistungsdruck, kein Ergebnisdruck, keine Benotung.
Kein Gestaltungszwang.
  6. Fairness / Wertschätzung:
KünstlerInnen werden so bezahlt wie LehrerInnen. Gegenseitige Wertschätzung aller am Projekt Beteiligten hat höchste Priorität.
  7. Teamorientiertheit:
Jedes Projekt wird von mindestens 2 KünstlerInnen und 2 LehrerInnen geleitet. Das LehrerInnen-Team und das KünstlerInnen-Team arbeiten zusammen.
  8. Klassengemeinschaft:
Alle SchülerInnen einer Klasse sind in das Projekt eingebunden. Es gibt kein Auswahl- oder Ausschlussverfahren. Die Form der Mitgestaltung ist von den SchülerInnen frei wählbar.
  9. Bürokratieferne:
Vermeidung von Anträgen und Berichten, kein Formularwesen, Reduktion der Bürokratie auf das Allernötigste.
  10. Mittelherkunft:
Die budgetäre Deckung ist aus dem Bildungs- und nicht aus dem Kunstbudget sicherzustellen.
DOGMA09 wurde von den Beteiligten LehrerInnen, KünstlerInnen und SchülerInnen des Schulprojektes I LIKE TO MOVE IT MOVE IT auf Grund ihrer intensiven Nachbetrachtung erarbeitet und festgelegt.
Zurück zur Übersicht

Ja, ich unterstütze!

Füllen Sie bitte die unten stehenden Felder aus, Pflichtfelder sind mit Stern gekennzeichnet. Ihr Name erscheint in der Liste der UnterstützerInnen dieser Initiative. Schreiben Sie auch Ihren persönlichen Kommentar.

Vorname*

Nachname*

Beruf*

PLZ / Ort

E-Mail

Kommentar

Für zukünftigen Newsletter vormerken.

Captcha:  3 × = drei *

Weitersagen

Impressum
Kontakt

Copyright © 2009
pasi – Pro Arts
School Initiative

XHTML