MUT | schule | theater geht online

eines der leitprojekte des österreichischen schultheaters startete anfang oktober in seine 5. saison. 25 projekte werden in den kommenden monaten realisiert werden. details unter www.machtschuletheater.at

seit gestern ist nun auch die unabhängige webpage www.MUTschuletheater.at online.

MUTschuletheater.at will Macht|schule|theater ein jahr lang mit mut, kritik, dialog und transparenz begleiten und so dazu beitragen, dass sich das format positiv weiterentwickelt.

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Macht Theater Schule Mutig?

SCHULE – als Ort, an dem niemand Angst haben muss !

THEATER spielt mit Angst.

THEATER spielt auch mit Macht.

Deshalb macht Theater Schule MUTig.

Ist das so? Erfahren die beteiligten SchülerInnen, KünstlerInnen, LehrerInnenbei Macht|schule|theater ein Klima der Freiheit und Wertschätzung, der Offenheit und des Widerstandes gegen Formen der Gewalt? Ist das so?

Die Mischung Schule und Theater ist hochpotent.

Doch wenn sie an die eigene Aufgabe mit der Auffassung herangeht, dass Dritten erlaubt ist festzulegen, was und in welcher Weise vermittelt werden soll, kann sich diese Mischung schnell ins Gegenteil potenzieren. Kunst kann nie eine geduldete Gunst der Mächtigen sein, weil Freiheit und Ergebnisoffenheit eine bedingende und ständig zu erneuernde Voraussetzung der Künste ist. Was für die Kunst insgesamt gilt, ist aus meiner Sicht für Kunst an und in Schulen unverzichtbar.  Wo sonst werden die Werte vorgelebt, die – von Kindern und Jugendlichen erfahren und begriffen – die Landeplätze der Zukunft darstellen.

Peter Brook schreibt in seinem berühmten Essay „Das Publikum riecht den Braten“ (1969): „Das tödliche Theater geht an die eigene Aufgabe mit der Auffassung heran, dass irgendwo irgendwer entdeckt und festgelegt hat, was man wie zu vermitteln hätte.

Das Problem des tödlichen Theaters ist wie das Problem des tödlichen Langweilers.

Und später: „Wenn wir tödlich sagen. meinen wir niemals tot: wir meinen etwas auf betrübliche Weise Aktives, das aber gerade deswegen noch zur Änderung fähig ist. Doch eine Saison folgt auf die andere,  da bleibt kaum Zeit (oder es fehlt der Mut, Anm. G.R.), um die einzige entscheidende Frage zu stellen, die der ganzen Struktur das Maß anlegt: Warum überhaupt Theater?“

Warum überhaupt Schule und Theater?

MUT - Es geht um mutiges Leben, mutiges Theater, mutige Schulen.

Deshalb wünsche ich allen Künstlern und Künstlerinnen den Mut, hinderliche oder destruktive Forderungen und Bedingungen abzulehnen. Den KoordinatorInnen und Fördergebern wünsche ich wertschätzenden, neugierigen, kooperativen Zugang. Sie können einen Rahmen schaffen und für ein unterstützendes Klima Sorge tragen. Statt etwas durchzusetzen, selbst Mut und Risiko an der Hand nehmen und staunen. Vor allem wünsche ich allen SchülerInnen, LehrerInnen und KünstlerInnen keine Angst zu haben und zu nichts JA zu sagen, zu dem man nicht aus freien Stücken JA sagt.

SCHULE sollte ein Ort sein, an dem niemand Angst hat.

THEATER spielt mit Angst und spielt mit Macht, deshalb macht Theater Schulen MUT.

Guido Reimitz, Wien Oktober 2012,

Zitate aus Peter Brooks Artikel

DAS PUBLIKUM RIECHT DEN BRATEN

 

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